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Room Mate Alba, Madrid

27. Oktober 2019

Mitten im Dichterviertel Las Letras gelegen, reiht sich dieses neue Hotel in der Calle Huertas Nr. 16 ein. Es wurde vom gefeierten Innenarchitekten und Antiquar Lorenzo Castillo gestaltet

"Ein Besuch bei Freunden ist die beste Art zu Reisen"

Die Designhotel-Kette Room Mate Hotels, unter Leitung ihres Gründers Kike Sarasola, setzt ihren ehrgeizigen Expansionsplan in den wichtigsten Hauptstädten der Welt weiter um. Room Mate Alba ist das fünfte Hotel der Gruppe in Madrid und das 27. Room Mate Hotel weltweit. Ende des Jahres ist außerdem die Eröffnung eines sechsten Hotels in der spanischen Hauptstadt geplant: Room Mate Rex, direkt auf der Gran Vía.

Das Room Mate Alba befindet sich in einem der edelsten und bekanntesten historischen Gebäude im Viertel Las Letras. Die eleganten Überreste seiner aus dem 17. Jahrhundert stammenden ursprünglichen Konstruktion, wie die Fassade, die Treppe oder die Eingangshalle, wurden allesamt bewahrt. Man findet das Hotel mitten in der Calle de las Huertas, einer beliebten Madrider Fußgängerzone, die geprägt ist durch die zahlreichen Zitate literarischer Werke, die überall in den Boden eingelassen sind. Die einladende Atmosphäre des Viertels mit seinem gastronomischen Angebot und seiner reichen Geschichte machen es zu einem perfekten Ziel für die Room Mate Gruppe, die hier bereits ein weiteres Hotel betreibt – das Room Mate Alicia, das von Pascua Ortega entworfen und 2006 eröffnet wurde.

Das Room Mate Alba wurde vom Innenarchitekten und Antiquar Lorenzo Castillo gestaltet und bis ins letzte Detail durchdacht. Es verfügt über 80 Zimmer in fünf verschiedenen Kategorien: Standard, Superior, Penthouse, Suite und Suite Deluxe. Weiterhin bietet Room Mate Alba zwei teilbare Konferenzräume, die perfekt für Firmenevents oder Präsentationen geeignet sind und sich auf Wunsch zu einem großen Saal erweitern lassen. Beibehalten wurde zudem der Innenhof des Gebäudes, in welchem ein Teil der Veranstaltungen stattfinden wird und der als Entspannungsbereich für die Gäste dienen soll.

Kike Sarasola, Firmenchef und Gründer der Room Mate Gruppe, sagt: „Seit über 12 Jahren haben wir kein neues Hotel mehr in Madrid eröffnet. Diese Neueröffnung freut mich besonders, denn das Barrio de las Letras ist eines meiner Lieblingsviertel in der Stadt. Die Zusammenarbeit mit meinem guten Freund Lorenzo Castillo ist immer wieder eine Freude und ich bin davon überzeugt, dass sich alle in das Room Mate Alba verlieben werden“.

Lorenzo Castillo fügt seinerseits hinzu: „Ich wollte dem ursprünglichen aristokratischen Stil treu bleiben und dem Hotel dennoch etwas Exotisches verleihen, denn auch das war ganz typisch für die Architektur dieser Epoche, obwohl der Exotismus in Spanien nur sehr sporadisch zum Einsatz kam, zum Beispiel in den Palästen der Königsfamilie oder des Hochadels. Das Room Mate Alba ist wirklich ein Kunstwerk. Die Zusammenarbeit mit der Room Mate Gruppe bereitet mir große Freude“.

 Ganz im Sinne der Room Mate-Philosophie, nach der „ein Besuch bei Freunden die beste Art zu Reisen ist“, stellt das Unternehmen Alba, eine junge Ballerina des klassischen Balletts, als neue Freundin im Bunde vor. Alba ist stilvoll, elegant und einfach reizend. Eine Muse, die wohl jeden inspiriert und die, wie sollte es anders sein, im Literatenviertel „Las Letras“ zu Hause ist, wo jede einzelne Straße Kunst und Kultur atmet. Jeder im Viertel kennt diese außergewöhnliche Erscheinung, die die Aufmerksamkeit aller auf sich zieht.

Im Design des Room Mate Alba spiegeln sich türkische, chinesische, indische und arabische Einflüsse wider, die manchmal sogar bunt gemischt werden, ohne jedwede Rücksicht auf Norm und Maß. Ein unverkennbares Beispiel für diesen Stil fand sich seinerzeit auch im Madrider Königspalast, in dem sich Alfons XII. den sogenannten Salón de Caballeros im japanischen Stil, mit hölzernen Wandvertäfelungen und orientalischen Lackarbeiten einrichten ließ. Leider wurde der Saal, in dem sich die Herren nach dem Abendessen zum Rauchen und für politische Gespräche zu treffen pflegten im Krieg zerstört.

„Diesen Stil des 19. Jahrhunderts, also aus der Epoche Alfons XII., zu verwenden, erschien mir eine völlig neue und zeitlose Idee. So ist er einerseits typisch für Madrid und andererseits sehr international, denn sowohl in Europa als auch in Amerika entwickelte sich zu dieser Zeit der Trend, Elemente aus vergangenen Epochen zu verwenden. Es handelt sich hierbei um einen dekadenten Stil, der Wärme und Behaglichkeit sucht. Dafür verwendet er Farben wie Bordeauxrot, Orange, Terrakotta und gedecktes Grün sowie Muster, die denen der antiken Perserteppiche aus Isfahan nachempfunden sind“, erklärt Lorenzo Castillo.

Auch die glänzenden Lampen aus vergoldetem Messing im Stil der 70er Jahre sowie die Deckenleuchten, die aus Glas der historischen königlichen Glasmanufaktur La Granja gefertigt wurden, stechen hervor. Die Wände sind, ganz im naturalistischen Stil und in Anlehnung an den Geschmack zur Zeit der Aufklärung, mit einer Vielzahl an Holzschnitten aus dem 18. Jahrhundert bedeckt, die Motive aus dem Bereich der Zoologie sowie Botanik zeigen und deren Rahmen in der Farbe Stierblut lackiert wurden. Die Mischung an Maserungen und Oberflächen, die glänzenden Lacke auf Hintergründen aus indischem Papier mit rosafarbenen Paisleymustern und die farbigen Marmorböden mit geometrischen Motiven – all dies schafft ein Gefühl von Reichtum. Im Speiseraum, der etwas ruhiger und kühler gehalten ist als die Lobby und die Loungebereiche, hat Lorenzo Castillo eine altgoldene Truhe integriert.

Selbstverständlich erlauben die Lounges und Gemeinschaftsbereiche genau jene kreative Leichtigkeit, die auch in den einzelnen Zimmern umgesetzt wurde, obgleich etwas gemäßigter. So ist die Farbpalette dort eher kühl gehalten und verwendet Töne in Grün-blau und Türkis sowie Muster und Elemente in Weiß, um das Ganze etwas aufzufrischen. Massives Eichenholz, das bei Handwerksarbeiten wie Schränken oder Kopfteilen von Betten Verwendung findet, wird kombiniert mit Dekorlamellen, die an den typischen Bauhausstil erinnern.

In anderen Räumen wird das omnipräsente Material Holz in Form von Sockel- und Zierleisten perfekt durch verschiedene Arten von Tapeten ergänzt. Diese sind in einfarbigen Blautönen gehalten, die mit einer goldenen Maserung versehen und zur Decke hin entweder durch einen Fries mit floralem Muster oder durch geometrische Formen im typischen Op-Art Stil der 70er Jahre begrenzt sind.

In den Bädern findet sich eine Hommage an die Künstler der Wiener Secession wieder. Hier wurden klassische Materialien wie Mosaikfliesen aus Keramik verwendet und modern interpretiert. Inspiriert vom New Yorker Art déco fügen sie sich zu zweifarbigen geometrischen Mustern zusammen.

Dieser Eindruck von exotischem Luxus wird vollendet in den Fluren des Room Mate Alba, deren bedruckte Tapeten im Schein der unterschiedlichen Wandleuchter an die Maserung von Achaten aus dem Uralgebirge erinnern. Jede einzelne dieser Lampen, teils barock und aus vergoldetem Holz gefertigt, teils aus Bronze und Kristallglas mit einem Schirm aus rotem Lackleder, ist von einer Qualität, die ihresgleichen sucht.

Kurz gesagt ist das Room Mate Alba mit seinem Mix aus unzähligen verschiedenen Stilen und Erinnerungsstücken ein Hotel, das den spanischen Traditionen und dem Intellekt des Landes den gebührenden Tribut zollt.

 

 

Die Aufnahmen wurden uns vom Hotel zur Verfügung gestellt

room-matehotels.com

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