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Filmtipp: THE PRODIGY

9. Februar 2019

Sie wissen was sie tun: Nervenzerreißender Horror-Thriller von Regisseur und Genre-Autor Nicholas McCarthy („The Pact“, „At the Devil’s Door“). In den Hauptrollen spielen Taylor Schilling („Orange Is the New Black“), Jackson Robert Scott („Es“, „Fear the Walking Dead“), Peter Mooney („Burden of Truth“, „Rookie Blue“) und Colm Feore („Riddick – Chroniken eines Kriegers“, „Thor“, „The Umbrella Academy“). Das Drehbuch stammt aus der Feder von Jeff Buhler („The Midnight Meat Train“, „Friedhof der Kuscheltiere“); die Filmmusik von Joseph Bishara („The Conjuring“- und „Insidious“-Reihen). Produziert wurde der Film von Tripp Vinson („The Rite – Das Ritual“, „Der Exorzismus von Emily Rose“).

Die Grenze zwischen Wahrnehmung und Realität wird erschreckend unklar

In ihrem lang erwarteten Streifzug ins Horror-Thriller-Genre spielt Taylor Schilling, bekannt vor allem aus der Hit-Serie „Orange is the New Black“, eine Mutter namens Sarah. Das beunruhigende Verhalten ihres jungen Sohnes Miles deutet darauf hin, dass eine böse, womöglich übernatürliche Kraft von ihm Besitz ergriffen hat. Sarah muss sich entscheiden was – oder wer– dafür verantwortlich ist. Sie wird gezwungen, in der Vergangenheit nach Antworten zu suchen und nimmt das Publikum mit auf einen wilden Ritt, bei dem die Grenze zwischen Wahrnehmung und Realität erschreckend unklar wird.

„So viele meiner liebsten Horrorfilme drehen sich um Frauen“, sagte McCarthy 2014. „Mia Farrow in ‚Rosemary’s Baby‘, Ellen Burstyn in ‚Der Exorzist‘ … Und auch wenn ‚Der Exorzist‘ einige starke männliche Charaktere enthält, habe ich mich immer besonders mit Ellens Figur identifiziert. Irgendwann, als wir ‚At the Devil’s Door‘ geschnitten haben, erkannte ich, dass ich hier das Gleiche wie in meinem ersten Film getan habe. Ich habe im Grunde einen reinen Frauenfilm inszeniert, in dem die vorkommenden Männer entweder Idioten oder Dreckskerle sind. Woher das kommt, weiß ich nicht genau. Ich hatte mal eine Unterhaltung über männerdominierte Horrorfilme, wobei mir überhaupt keiner einfallen wollte. Gibt es denn überhaupt großartige Horrorfilme über Männer?“

Was die Rolle der Sarah Blume angeht, bestand McCarthys Aufgabe darin, eine Schauspielerin zu finden, die sowohl Erfahrung mitbringt als auch sich vollends mit dem Material identifiziert. Vorhang auf für Taylor Schilling, die von der Kritik hochgelobte Hauptdarstellerin der Netflix-Serie „Orange is the New Black“. Als ihr Agent ihr THE PRODIGY anpries, wollte sie eigentlich gerade eine Auszeit in Indien antreten.

Dass daraus nichts wurde, ist vor allem der hohen Qualität des Drehbuchs zu verdanken. „Ich wollte es sofort annehmen“, sagte Schilling. „Das Drehbuch machte so viel Spaß, ich verschlang es in 45 Minuten. Es war einfach atemberaubend.“

Die zweite und ebenso wichtige Besetzungshürde für die Filmemacher war die Verpflichtung eines jungen Schauspielers, der Miles Blume überzeugend darstellen konnte. Dafür stand Jackson Robert Scott von Anfang an ganz oben auf der Auswahlliste, der durch seine unglaubliche Leistung in Stephen Kings „Es“-Reboot, in dem er Georgie spielt, zu großer Berühmtheit gelangt ist.

McCarthy über Scott: „Wenn die Kamera aus ist, ist Jackson einfach nur ein großartiger Junge. Aber wenn sie an ist, wird aus ihm ein kleiner Leonardo DiCaprio.“

Da THE PRODIGY in Toronto gedreht wurde, das hier für Philadelphia einsteht, passte es perfekt, Sarahs Ehemann John mit Peter Mooney zu besetzen – einem Kanadier, bekannt durch seine Rolle als Nick Collins in der erfolgreichen kanadischen Serie „Rookie Blue“. „John ist eine interessante Figur, weil er in Sarahs und Miles Welt eine Co-Star-Rolle spielt und innerhalb dieses Rahmens ein vollwertiges Profil entwickeln muss“, sagt McCarthy. „Peter hat es wirklich verstanden, aus John eine eigenständige Person zu machen, die in den vielen herausfordernden und emotional aufgeladenen Szenen mit Jackson bestehen kann.“

Die letzte wichtige Hauptrolle, die des Dr. Arthur Jacobson, wurde mit Colm Feore besetzt, einem renommierten Schauspieler, den Produzent Tripp Vinson nach ihrer letzten Zusammenarbeit bei „Der Exorzismus von Emily Rose“ unbedingt erneut besetzen wollte. Der Grund dafür ist einfach: Feore, ein in Boston geborener Kanadier, ist einer der angesehensten und altgedienten Charakterschauspieler dieser Zeit. In den letzten 35 Jahren hat er in über 150 Filmen und Serien mitgewirkt.

Fotos: PR

Seit 7.Februar im Kino

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