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Filmtipp: JULIAN SCHNABEL A PRIVATE PORTRAIT

12. Januar 2018

Extravaganz, Provokation und Genie sind nur einige der Schlagworte, die immer wieder im Zusammenhang mit Julian Schnabel fallen. Pappi Corsicato blickt in seinem Porträt hinter die Fassade des prominenten Malers und Filmemachers und offenbart den Menschen hinter dem Künstler

“When I was young, all I wanted to do is: be a great artist.”

Schnabel öffnet sein privates Archiv, spricht über seine Anfänge als Künstler, die skandalträchtige New Yorker Kunstszene der 1980er Jahre und über künstlerische wie persönliche Krisen wie den Tod seines engen Freundes Lou Reed. Auch Schnabels Familie, Freunde und langjährige Wegbegleiter wie Al Pacino, Willem Dafoe, Bono und Emmanuelle Seigner kommen zu Wort.

Regisseur Pappi Corsicato über seinen Film:

Meine Idee, einen Dokumentarfilm über Julian Schnabel zu machen, bestand darin, ihn als Künstler und Menschen zu zeigen – mit einem sehr privaten und persönlichen Zugang.
Ich entschloss mich, Julians Geschichte zu erzählen, weil sie für mich die Verkörperung des amerikanischen Traums ist: Ein Junge aus einer armen Familie aus Brooklyn, sein Vater war ein jüdisch-polnischer Einwanderer, wird zu einem der wichtigsten und geschätzten Künstler unserer Zeit – dank seines künstlerischen Talents, seiner unbändigen Energie und seiner angeborenen Willensstärke. Zudem ist er Oscar®-nominierter Filmemacher, Architekt und Innendesigner. Eines seiner bekanntesten Bauwerke ist der „Palazzo Chupi“, ein pinkfarbener venezianischer Palast mit neun Stockwerken – mitten in Manhattan.

Wie in Orson Wellesʼ CITIZEN KANE wollte ich sein Privatleben anhand von Erzählungen seiner Familie – seiner Schwester, seiner Ehefrauen, seiner Kinder – und seiner Freunde Al Pacino, Christopher Walken, Willem Dafoe, Bono Vox, Laurie Anderson, Jeff Koons u.v.a. rekonstruieren. Auf der anderen Seite wollte ich auch seine künstlerische Karriere nachzeichnen anhand von Geschichten der Schauspieler, die mit ihm gearbeitet haben, der Galeristen, der Sammler und Kunstkritiker.

Julian hat mir umfangreiches Archivmaterial zugänglich gemacht, inklusive unveröffentlichtem Material von den Dreharbeiten seiner Filme und Privataufnahmen.

 

Fotos: Porfirio Munoz (3) ; Weltkino Filmverleih (2)

Der Film ist am 11.Januar gestartet.

Weltkino Filmverleih

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